01.11.2017 EZ: Die Galerie ist wieder sicher

Drei neue Balken für die Mühle

 

Das THW half in Larrelt

Von Stephanie Schuurman s 0 49 21 / 89 00-403Fingerspitzengefühl und gute Kommunikation

 

 

 
Balkenaustausch an der Mühlengalerie: Hier erweist sich der THW-Radlader als nützliches Werkzeug.

Emden. „Die Galerie ist wieder sicher.” So ganz unsicher war sie zwar nie, wie Bernd-Thomas Martens, Vorsitzende des Dorfvereins Larrelt, sagte. Dass jetzt aber schon einmal zwei von drei maroden Balken gegen neue getauscht sind, beruhigt ihn dennoch. Und es erleichtert ihn, zumal der Dorfverein zunächst nur die 800 Euro teuren Materialkosten für die Reparatur an der Mühle stemmen muss. Er hatte nämlich tatkräftige Unterstützung Technischen Hilfswerk (THW). „Die haben das im Rahmen einer Übung gemacht”, sagte Martens. Ob das THW noch bei einem weiteren Problem helfen kann, ist dagegen noch offen. Die Stürme der letzten Wochen haben dem Dach der Mühle stark zugesetzt.

Zunächst ist Martens aber über die Balkenaustauschhilfe froh. Elf THW-Helfer vom Emder Ortsverein waren mitsamt Gerätekraftwagen und Radlader angerückt. Zuerst einmal wurde alles in Ruhe begutachtet und das weitere Vorgehen besprochen, berichtete THW-Sprecherin Anita Werner. Dann stand fest, das Atelier mit Hilfe des Greifzuges anzuheben und den vorher gelösten Balken, vom Radlader abgestützt, aus seiner Vorrichtung herauszuheben.

 

Fingerspitzengefühl und gute Kommunikation

Drei neue Balken für die Mühle
Seile, Spanngurte und Kettenzug: Mitarbeiter des THW richteten die „Baustelle” hoch über Larrelt professionell ein.
EZ-Bilder: THW

Das Werkzeug dafür war zuvor aufs Atelier hochgeschafft worden. Zwei THWler wurden mit einer Schutzausrüstung gegen Absturz gesichert. Erst dann wurden die Querbalken gelöst, die mit den tragenden Balken verschraubt waren. Der Mühlenkopf bot das nötige Gegengewicht, um das Atelier später zu halten. Als der alte Balken an der Schaufel des Radladers befestigt war, konnte der Greifzug betätigt und das Atelier zentimeterweise angehoben werden. Nun waren Fingerspitzengefühl und Kommunikationsvermögen gefragt: während ein Helfer Handzeichen gab, musste der Fahrer des Radladers die Zeichen in Bewegung seiner Schaufel umsetzen, um den Balken unbeschadet herauszuhebeln.

Neue Freunde
Neue Freunde: Elf Helfer des Technischen Hilfswerkes bildeten mit den Männern des Larrelter Dorfvereins ein gutes Arbeitsteam. Das war allen ein Gruppenfoto wert.

Dann waren die Männer des Dorfvereins an der Reihe: Dieter Hoffmann, Werner Henschke, Jörg Grund, Stefan Eggen, Stefan Wild, Ali Schaker und Martens nahmen Maß, sägten und feilten einen neuen Balken zurecht. Das dauerte seine Zeit, die die THW-Kräfte zur Frühstückspause nutzten, vorbereitet von den Frauen vom Festausschuss. Der Balken wurde dann in umgekehrter Reihenfolge passgenau wieder eingesetzt. „Anschließend wurden wir mit Schnitzeln, Bratkartoffeln und Gratin verköstigt”, sagte Anita Werner.

 

Bei der Bewirtung ist das THW wieder dabei

 

So gestärkt ging es an den zweiten Balken, der allerdings mit einem Kettenzug gehoben werde musste. Seine Position lag so ungünstig, dass man mit dem Radlader nicht mehr nahe genug an die Mühle herankam. Ansonsten änderte sich am Ablauf zum ersten Balken kaum etwas. Allerdings dauerte das gesamte Prozedere derart lange, dass der Tausch des dritten maroden Balkens zunächst verschoben wurde. Seitens des THW versicherte man aber, bei einem weiteren Termin erneut mitzuhelfen. „Vielen Dank für die nette Bewirtschaftung und bis zum nächsten Mal”, hieß es seitens des THW.

Dass die Balken ausgetauscht werden mussten, kam dabei relativ unverhofft. Sie hätten äußerlich noch ganz gut ausgesehen, sagte Martens. Die 18 auf 18 Zentimeter starken Stützen seien aber auf einer Länge von etwa viereinhalb Metern von innen verrottet, weil sich die Holzkapillaren im Laufe der Jahre voll Wasser gesogen hätten und nie vollständig abgetrocknet seien. „Der Austausch war jetzt sehr wichtig.”

 

Nun regnet es direkt auf den Mahlboden

 

Auf der Dringlichkeitsliste der Reparaturen stehen nun die Dacharbeiten ganz oben. Einige der Biberschwanz-Holzschindeln auf der Kappe haben sich gelöst, durch die Außenhaut regnet es offen bis auf den Mahlboden, sagte Martens. Die Stadt als Eigentümerin der Larrelter Mühle sei aber informiert. Der Dorfverein wartet nun auf Lösungs- beziehungsweise Reparaturvorschläge. Fest steht laut Bernd-Thomas Martens: „Alleine können wir das als Verein nicht mehr stemmen.”


Emder Zeitung vom Mittwoch, 1. November 2017, Seite 9 (2 Views)

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